The Holocaust in the Galician Oil Belt

Kategorie: Reichssicherheitshauptamt

Am 27.9.1939 wurde das RSHA vom Reichsführer-SS und Chef der Deutschen Polizei, Himmler, errichtet und ihm unterstellt. Im RSHA wurden SD, SiPo, Gestapo und Kripo zusammengeschlossen. Das RSHA als Terrorinstrument des Nationalsozialismus wurde Mitte 1941 mit der Vernichtung der Juden beauftragt
Reichssicherheitshauptamt (RSHA): On 27 September 1939, the RSHA was established by Reichsführer-SS and Chief of the German Police, Himmler, and placed under his authority. The SD, SiPo, Gestapo and Kripo were united in the RSHA. The RSHA, as an instrument of terror by National Socialism, was commissioned with the extermination of the Jews in mid-1941

Robert Gschwendtner (1892-)

– Text / Tekst in: Deutsch English Polski

Robert Gschwendtner

Front page Faul: Slave labourers for the final victory

[DE] Robert Gschwendtner, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, tritt 1931 der NSDAP und 1933 der SS bei. Er ist ein fanatischer Nationalsozialist. Seine Karriere als SS-Offizier geht im Krieg steil bergauf und nimmt dann ein abruptes Ende.

Der SS- und Polizeiführer (SSPF) des Distrikts Galizien, Fritz Katzmann, nimmt Robert Gschwendtner in seinen Stab auf. Er wird Inspekteur für die Zwangsarbeitslager der SS an der strategisch wichtigen Nachschubstraße nach Südrussland (Durchgangs­straße IV). Gschwendtner leitet zeitweise auch ein „Judenlager“ in Lemberg. Der gesamte Stab ist an Planung und Durchführung der Großaktionen zur Vernichtung der Juden beteiligt. Gschwendtner selbst leitet einige dieser Massenmorde, vor allem im August 1942 im Bezirk Drohobycz. Ende 1942 wird der gerade fünzigjährige Gschwendtner unter ungeklärten Umständen „altersbedingt“ entlassen. Im Sommer 1944 arbeitet er für BMW als Quartiermeister für die deutschen und ausländischen Arbeiter in dem Rüstungsprojekt „Dogger“. In dem Projekt werden Stollen für die unterirdische Produktion von BMW-Flugzeugmotoren in einen Berg östlich von Nürnberg hineingetrieben.

Nach dem Krieg wird Gschwendtner wegen Körperverletzungen und anderer Taten im Projekt Dogger zu einem Jahr und vier Monaten Gefängnis verurteilt. Im April 1953 wird er auf Bewährung entlassen. Seinen „beruflichen Erfahrungen“ entsprechend findet er wieder eine Anstellung: als Wachmann zur Bewachung von Bahnanlagen. Seine Verbrechen in Galizien wurden nie gesühnt, da ein Prozess 1968 wegen Verhandlungsunfähigkeit des Angeklagten eingestellt wurde. Sein Antisemitismus und Rassismus blieb bis zum Ende ungebrochen. In einer Vernehmung im Mai 1966 sagte er: „Wenn ein Jude oder Strafgefangener nicht die Wahrheit gesagt hat, machte ich von meiner Peitsche Gebrauch … Derjenige Jude, der damals log, konnte doch nicht ungestraft ausgehen. Auf Deutsche habe ich nicht geschlagen. Aber die anderen, das waren doch Juden. Es war doch Krieg.(Zitat n. Pohl, Galizien, S. 305)

Kurzbiographie Robert Gschwendtner
Funktionen Gschwendtners 1941-1945

[EN] Robert Gschwendtner, who came from a poor background, joined the NSDAP in 1931 and the SS in 1933. He is a fanatical National Socialist. His career as an SS-officer goes steeply uphill during the war and then ends abruptly.

The SS- und Polizeiführer (SSPF) of the district of Galicia, Fritz Katzmann, admits Robert Gschwendtner to his staff. He becomes inspector for the SS forced labor camps on the strategically important supply road to southern Russia (transit road IV). Gschwendtner also temporarily heads a “ Judenlager“ in Lemberg. The entire staff is involved in the planning and implementation of large-scale actions to exterminate the Jews. Gschwendtner himself directed some of these mass murders, especially in August 1942 in the district of Drohobycz. At the end of 1942, Gschwendtner, who was just fifty years old, was released „for reasons of age“ under unknown circumstances. In the summer of 1944, he works for BMW as quartermaster for the German and foreign workers in the „Dogger“ armaments project, which drives tunnels for the production of BMW aircraft engines into a mountain east of Nuremberg.

After the war, Gschwendtner is sentenced to one year and four months in prison for assault and other acts in Project Dogger. In April 1953, he is released on probation. In accordance with his „professional experience“, he finds employment again: as a security guard for guarding railway facilities. His crimes in Galicia were never atoned for, as a trial was cancelled in 1968 because the accused was unable to stand trial. His anti-Semitism and racism remained unbroken until his end. In a hearing in May 1966 he said: „If a Jew or prisoner did not tell the truth, I used my whip … The Jew who lied at that time could not get away with it. I did not hit Germans. But the others, they were Jews. It was war.(quote from Pohl, Ostgalizien, p. 305)

short biography Robert Gschwendtner
Positions of Gschwendtner from 1941-1945

[PL] Robert Gschwendtner, pochodzący z ubogiej rodziny, w 1931 roku wstępuje do NSDAP, a w 1933 roku do SS. Jest fanatykiem narodowego socjalizmu. W czasie wojny jego kariera jako oficera SS rozwija się błyskawicznie, by potem gwałtownie się skończyć.

Dowódca SS- und Policji (SSPF) dystryktu galicyjskiego, Fritz Katzmann, przyjmuje Roberta Gschwendtnera do swojego sztabu. Tam zostaje inspektorem obozów pracy przymusowej SS na strategicznie ważnej drodze dostaw do południowej Rosji (Durchgangsstrasse IV). Gschwendtner kieruje również tymczasowo „obozem żydowskim“ we Lwowie. Cały sztab jest zaangażowany w planowanie i realizację zakrojonych na szeroką skalę działań mających na celu eksterminację Żydów. Sam Gschwendtner kierował niektórymi z tych masowych mordów, szczególnie w sierpniu 1942 roku w rejonie drohobyckim. Pod koniec 1942 roku Gschwendtner, który miał zaledwie pięćdziesiąt lat, został nagle zwolniony „z powodu wieku“ w niewyjaśnio­nych okolicznościach.

Latem 1944 roku pracuje dla BMW jako kwatermistrz dla niemieckich i cudzo­ziemskich robotników w projekcie zbrojeniowym „Dogger“, którego celem jest zbudowanie systemu tuneli do produkcji silników lotniczych BMW w górze na wschód od Norymbergi.

Po wojnie Gschwendtner zostaje skazany na rok i cztery miesiące więzienia za okaleczanie i inne czyny popełnione na osobach robotników w projekcie Dogger. W kwietniu 1953 roku zostaje on warunkowo zwolniony. Zgodnie ze swoim „doświad­czeniem zawodowym“ ponownie znajduje zatrudnienie: jako ochroniarz obiektów kolejowych. Jego zbrodnie w Galicji nigdy nie zostały odpokutowane, ponieważ proces w tej sprawie został umorzony w 1968 r., z powodu niemożności oskarżonego stawienia się w sądzie. Jego antysemityzm i rasizm pozostawały niezłomne do końca. Podczas przesłuchania w maju 1966 r. powiedział: „Jeśli Żyd lub więzień nie mówił prawdy, używałem mojego bicza… Żyd, który wtedy kłamał, nie mógł pozostać bez kary. Nie uderzyłem Niemca. Ale pozostali, byli przecież Żydami. To była wojna.(cytat z Pohl, Ostgalizien, s. 305)

krótka bigrafia Roberta Gschwendtnera
Funkcje Gschwendtnera w latach 1941-1945

 

Paul Blobel (1894-1951)

Blobel in SS Uniform

 

 

 

 

 

 

 

– Text / Tekst in: Deutsch English Polski

[DE] Der SS-Ofizier Paul Blobel wurde im Juni 1941 Führer des Sonderkommandos 4a (SK 4a) der Einsatzgruppe C, das hinter der Front der Heeresgruppe Süd als Mordkommando wütete. Allein am 29. und 30. September 1941 ermordete das SK 4a zusammen mit Polizeieinheiten nach eigenen Berichten „33.771 Juden“ in Babi Yar bei Kiew.

Im Frühjahr 1942 wurde Blobel dann zum Leiter der „Aktion 1005“ ernannt, die alle Spuren der Massenmorde beseitigen sollte. Nach mehreren Wochen des Experimentierens verwendete Blobel die so primitive wie effektive „Scheiterhaufen“-Methode: Jüdische Häftlinge mussten die Leichen ausgraben, auf einem mehrere Meter hohen Rost aufschichten, mit Petroleum übergießen und anzünden. Zuvor wurden die Anzahl Leichen gezählt und alle Wertgegenstände wie Goldzähne und Ringe entfernt. Waren nach dem Verbrennen noch einzelne Knochen übrig, so wurden diese herausgesiebt und zerstampft oder durch eine Knochenmühle gedreht. Häftlinge, die diese grauenvolle Arbeit machen mussten, wurden danach selbst liquidiert. Nach dieser Scheiterhaufen-Methode von Blobel wurden Leichen in Auschwitz, in Belzec, Sobibor und Treblinka eingeäschert.

Als Ende 1942 die Rote Armee vorrückte, mussten vor allem die Massengräber hinter der zurückweichenden Ostfront beseitigt werden. Zu diesem Zweck ließ Blobel mobile 1005-Kommandos aus Gestapo, Kripo und Schutzpolizisten aufstellen, die in Schulungszentren in Lemberg und Mogilew angelernt wurden. Die mobilen 1005-Kommandos schwärmten dann aus. Ab Juni 1943 stellte das I. Bataillon des 23. Polizeiregiments einen Zug zur Bewachung der eingesetzten Häftlinge ab. In Stanislaus wurden ab März 1944 Massengräber geöffnet und die Leichen verbrannt. In den letzten Wochen der Besatzung befand sich das Kommando im Raum Drohobycz-Stryj, bevor es aufgelöst und die letzte Gruppe Häftlinge erschossen wurde (Pohl, S. 381). Nicht erwiesen, aber wahrscheinlich ist es, dass auch Massengräber im Raum Drohobycz wie die im Wald von Bronica durch ein mobiles Kommando 1005 „enterdet“ und die Leichen dann verbrannt wurden. Dafür spricht, dass die Polizisten Behr, Dengg und Krause (Sipo-Dienststelle Drohobycz) als Mitglieder dieses Kommandos für das Kriegsverdienstkreuz vorgeschlagen wurden, weil sie seit Monaten besonderen seelischen und körperlichen Belastungen ausgesetzt seien. Bekräftigt wird dies auch durch Aussagen des Gebietslandwirts Eberhard Helmrich und eines Gendarmen (vgl. Sandkühler, S. 403 und S. 541, Fußnote 309)

Die Zahl der Massengräber war zu groß, ihre genaue Lage oft unbekannt, und mit dem Vorrücken der Roten Armee blieb schließlich nicht mehr genügend Zeit, um alle Spuren zu beeitigen. Im August 1944 wurde die Aktion weitgehend eingestellt.
Kurzbiographie Paul Blobel
Der Historiker Andrej Angrick hat 2018 die Sonderaktion 1005  auf 1.381 Seiten detailliert rekonstruiert – es ist nun das Standardwerk zum Thema. Andrej Angrick: „Aktion 1005.“ – Spurenbeseitigung von NS-Massenverbrechen 1942-1945.  ISBN 9783835332683. Ein Artikel in der Zeitschrift „Die Zeit“,  34/2019, gibt eine kurze Zusammenfassung: Angrick: Das große Vertuschen

[EN] In June 1941, SS-officer Paul Blobel became leader of Sonderkommando 4a (SK 4a) of Einsatzgruppe C, which raged behind the front of Heeresgruppe Süd as a murder squad. On 29 and 30 September 1941 alone, SK 4a, together with police units, murdered „33,771 Jews“ in Babi Yar near Kiev, according to its own reports.

In the spring of 1942 Blobel was then appointed head of „Action 1005„, which was to remove all traces of the mass murders. After several weeks of experimentation, Blobel used the „funeral pyre“ method, which was as primitive as it was effective: Jewish prisoners had to dig up the corpses, pile them up on a grate several meters high, pour kerosene over them and set them on fire. Before this, the number of corpses was counted and all valuables such as gold teeth and rings were removed. If individual bones were left over after burning, they were sieved out and crushed or turned through a bone mill. Prisoners who had to do this horrible work were then liquidated themselves. According to Blobel’s pyre method, corpses were cremated in Auschwitz, Belzec, Sobibor and Treblinka.

When the Red Army advanced at the end of 1942, the mass graves behind the retreating Eastern Front in particular had to be removed. To this end, Blobel had mobile 1005 commandos made up of Gestapo, Kripo and Schutzpolizisten set up, who were trained in training centres in Lemberg (Lviv) and Mogilev. The mobile 1005 detachments then swarmed out. From June 1943, the I Battalion of the 23rd Police Regiment provides a platoon to guard the deployed prisoners. In Stanislaus (Ivano-Frankivsk), mass graves were opened and the corpses burned from March 1944 onwards. In the last weeks of the occupation the command was located in the Drohobycz-Stryj area before it was disbanded and the last group of prisoners was shot (Pohl, p. 381). Not proven, but it is likely that mass graves in the Drohobycz area, such as those in the Bronica Forest, were also „exhumed“ by a mobile Kommando 1005 and the bodies were then burned. This is supported by the fact that the policemen Behr, Dengg and Krause (Sipo-Department Drohobycz) were proposed as members of this command for the War Merit Cross, because they have been exposed to special mental and physical stress for months. This is also confirmed by statements by the district agricultural officer Eberhard Helmrich and a gendarme (see Sandkühler, pp. 403 and 541, footnote 309)

The number of mass graves was too great, their exact location often unknown, and with the advance of the Red Army there was finally not enough time to clear up all traces. In August 1944 the action was largely abandoned.
short biography Paul Blobel

[PL] W czerwcu 1941 r. oficer SS Paul Blobel został przywódcą Sonderkommando 4a (SK 4a) Einsatzgruppe C, który jako oddział morderców szalał za frontem Grupy Armii Południe. Tylko w dniach 29 i 30 września 1941 r. SK 4a wraz z oddziałami policji zamordowały w Babim Jarze pod Kijowem, według własnych danych, „33 771 Żydów“.

Wiosną 1942 roku Blobel został mianowany szefem „Akcji 1005„, która miała na celu usunięcie wszelkich śladów masowych mordów. Po kilku tygodniach eksperymentowania Blobel zastosował metodę „stosu pogrzebowego“, która była równie prymitywna, co skuteczna: żydowscy więźniowie musieli wykopywać zwłoki, układać je na ruszcie kilkumetrowej wysokości, zalewać je naftą i podpalać. Przedtem liczono liczbę zwłok i usuwano wszystkie cenne przedmioty, takie jak złote zęby i pierścienie. Jeśli po spaleniu pozostały jakieś kości, były one odsiewane i rozdrabniane lub przekręcane przez młynek kostny. Więźniowie, którzy musieli wykonywać tę straszną pracę, zostali następnie również zlikwidowani. Według metody stosu Blobela, kremowano zwłoki w Oświęcimiu, Bełżcu, Sobiborze i Treblince.

Kiedy pod koniec 1942 r. ruszy Armia Czerwona, trzeba było przede wszystkim usunąć masowe groby za cofającym się frontem wschodnim. W tym celu Blobel utworzył mobilne oddziały 1005 składające się z oddziałów Gestapo, Kripo i Schutzpolizisten, które szkolono w ośrodkach szkoleniowych we Lwowie (Lemberg) i Mohylewie. W następstwie tego roi się od mobilnych oddziałów 1005 . Od czerwca 1943 r. I Batalion 23 Pułku Policji zapewnia pluton do pilnowania rozmieszczonych więźniów. W Stanisławowie od marca 1944 roku otwierane są masowe groby, a zwłoki palone. W ostatnich tygodniach okupacji oddziały 1005 działają w rejonie Drohobycz -Stryj, potem zostaną rozwiązane, a ostatnie grupy więźniów rozstrzelane (Pohl, s. 381). Nie zostało to udowodnione, ale jest prawdopodobne, że masowe groby w okolicach Drohobycza, takich jak te w Lesie Bronickim, zostały również przez mobilny oddział Kommando 1005„odkryte”, a ciała następnie spalone. Potwierdza to fakt, że policjanci Behr, Dengg i Krause (Sipo-Department Drohobycz) jako członkowie tego oddziału zostali zarekomendowani do Wojennego Krzyża Zasługi, ponieważ jak uzasadniano, od miesięcy narażeni byli na szczególny stres psychiczny i fizyczny. Potwierdzają to również oświadczenia okręgowego urzędnika ds. rolnictwa Eberharda Helmricha oraz jednego żandarma (zob. Sandkühler, s. 403 i 541, przypis 309).

Liczba masowych grobów jest zbyt duża, ich dokładne położenie często nieznane, a wraz z postępem Armii Czerwonej nie ma w końcu czasu na usunięcie wszystkich śladów. W sierpniu 1944 r. akcja została w dużej mierze wstrzymana.
krótka biografia Paula Blobela

Friedrich Hildebrand (1902-)

 – Text / Tekst in Deutsch / English / Polski

[DE] Wenn Gewalttäter sich gegenseitig übertreffen wollen…

Der Stab des SS- und Polizeiführers (SSPF) Galizien, Fritz Katzmann, organisierte den Massenmord an den Juden. Als Günstling Katzmanns gehörte seit Juli 1942 der SS-Mann Friedrich Hildebrand diesem Stab an. Im Sommer 1943 wurde Hildebrand offiziell Kommandant der Zwangsarbeiterlager der Karpathen-Öl – bis es Ersatz gab, sollten jüdische Facharbeiter der kriegswichtigen Erdölindustrie erhalten bleiben. Katzmann prahlte bei seinem Abschied in seinem berüchtigten „Katzmann Bericht“ damit, dass er fast alle Juden Galiziens ermorden ließ. Als Nachfolger folgte ihm am 10.7.43 der SS-Brigadeführer Theobald Thier.

Am 17. Juli wurden im Zweigbetrieb Kalusz der Karpathen-Öl alle dort beschäftigten Juden ermordet. Am 21.Juli sollten dann auch die 42 „Arbeitsjuden“ des Werks in Stryj „ausgesiedelt“ werden. Die Karpathen-Öl befürchtete, dass danach auch die rund 2.000 jüdischen Arbeiter in den Hauptbetrieben in Drohobycz und Boryslaw ermordet werden sollten und wandten sich an Hildebrand. Dieser leitete die Aktion , hatte aber in seiner Funktion auch zu verantworten, dass die Ölproduktion keinen Schaden nehmen durfte. Hildebrand wies den Kommandanten der Schutzpolizei in Stryj an, die jüdischen Arbeiter der Firma zurückzugeben. Es waren aber nur noch 19 – die anderen waren schon erschossen worden. Am nächsten Tag ließ der örtliche Vertreter der Sicherheitspolizei die Juden wieder verhaften und alle bis auf sieben erschiessen. Der neue SSPF und seine Sicherheitspolizei hatten damit gezeigt, dass sie nicht weniger radikal als Katzmann waren: ihnen war die Vernichtung der Juden wichtiger als ökonomische Interessen. Dem Massenmörder Hildebrand wurden seine Grenzen aufgezeigt – wollte er diesmal für die Kriegsproduktion Juden zeitweise schonen, so zeigten ihm jetzt andere, dass sie ihn an Rücksichtslosigkeit noch übertrumpfen konnten.

Kurzbiographie Friedrich Hildebrand

[EN] When violent criminals try to outdo each other…

The staff of the SS and Police leader (SSPF) Galicia, Fritz Katzmann, organized the mass murder of the Jews. As a favourite of Katzmann, SS man Friedrich Hildebrand had been a member of this staff since July 1942. In the summer of 1943, Hildebrand officially became commander of the forced labor camps of the Carpathian Oil – until there were replacements, Jewish skilled workers of the war-important oil industry were to be retained. On his departure, Katzmann boasted in his infamous „Katzmann Report“ that he had almost all of Galicia’s Jews murdered. He was succeeded by SS-Brigadeführer Theobald Thier on 10.7.43.

On 17 July, all the Jews employed at the Kalusz branch of the Carpathian Oil Company were murdered. On 21 July the 42 „labour Jews“ of the Stryj plant were also to be „resettled“. The Karpathen-Öl feared that afterwards also the approximately 2,000 Jewish workers in the main plants in Drohobycz and Boryslaw should be murdered and turned to Hildebrand. Hildebrand led the action, but in his function he was also responsible that the oil production was not allowed to be damaged. Hildebrand instructed the commander of the Schutzpolizei (municipal police) in Stryj to return the Jewish workers to the company. But there were only 19 left – the others had already been shot. The next day the local representative of the SS Security Service had the Jews arrested again and shot all but seven. The new SSPF and its Security Police had thus shown that they were no less radical than Katzmann: the extermination of the Jews was more important to them than economic interests. The mass murderer Hildebrand was shown his limits – if this time he wanted to spare Jews for the war production, others showed him that they could outdo him in ruthlessness.

short biography Friedrich Hildebrand

[PL] Gdy brutalni sprawcy chcą się prześcigać w aktach przemocy ..

Dowódca SS i Policji (SSPF) Galicja, Fritz Katzmann, organizował masowe mordy Żydów. Jako ulubieniec Katzmanna, esesman Friedrich Hildebrand należał od lipca 1942 r. do jego sztabu. Latem 1943 r. Hildebrand został oficjalnie dowódcą obozu pracy przymusowej w Karpathen-Öl AG – wykwalifikowani robotnicy strategicznie ważnego przemysłu naftowego mieli pozostać tam do czasu znalezienia zastępstwa. Katzmann chwalił się podczas swojego pożegnania w swoim niesławnym raporcie „ że kazał zamordować prawie wszystkich Żydów w Galicji. Jego następcą został 10 lipca 1945 r. SS-Brigadeführer Theobald Thier. 17 lipca wszyscy Żydzi zatrudnieni w oddziale Karpathen-Öl w Kałuszu zostali zamordowani. 21 lipca „przesiedlonych” miało zostać dalszych 42 „pracujących Żydów” z zakładu w Stryju . Karpathen-Öl obawiał się, że około 2000 żydowskich robotników w głównych zakładach w Drohobyczu i Borysławiu zostanie również zamordowanych i zwróciło się do Hildebranda. Ten kierował tą akcją, ale także w ramach swoich obowiązków odpowiadał za to, by produkcja ropy nie została zagrożona. Hildebrand polecił dowódcy Schutzpolizei w Stryju zwrócenie żydowskich robotników zakładom. Ale było ich tylko 19 – pozostali już zostali zastrzeleni. Następnego dnia lokalny przedstawiciel policji bezpieczeństwa ponownie aresztował Żydów i zastrzelił wszystkich oprócz siedmiu. Nowy SSPF i jego policja bezpieczeństwa pokazali, że byli nie mniej radykalni niż Katzmann: eksterminacja Żydów była dla nich ważniejsza niż interesy gospodarcze. Masowemu mordercy Hildebrandowi, pokazano jego granicę – tym razem chciał oszczędzić Żydów dla zachowania produkcji wojennej, to inni pokazali mu, że mogą go jeszcze prześcignąć w bezwzględności.

krótka biografia Friedricha Hildebranda (1)

Friedrich Katzmann (1906-1957)

Katzmann-Bericht

 – Text / Tekst in Deutsch / English / Polski

[DE] 1957 starb Bruno Albrecht in einem Krankenhaus in Darmstadt. Bruno Albrecht war aber nicht sein richtiger Name – sein richtiger Name war Friedrich Katzmann. Von 1941 bis Sommer 1943 war er der SS- und Polizeiführer im Distrikt Galizien und damit der Hauptverantwortliche für den Massenmord an den galizischen Juden.
Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit instruierte Katzmann am 16.10.1941 zukünftige SS-Lagerleiter. Die Juden seien der größte Feind und schuld am Krieg. Er gab den SS-Kommandanten folgende Regeln mit auf den Weg:

»1. Arbeitsunfähige Juden sind zu erschießen,
2. Auf flüchtende Lagerinsassen ist ohne Anruf zu schießen,
3. Wiederergriffene Flüchtlinge sind zu erschießen,
4. Für einen nicht wieder ergriffenen Geflüchteten sind jeder 10. Jude seiner Arbeitskolonne oder 10 Geiseln seines Heimatortes zu erschießen,
5. Lagerinsassen, die die Arbeit sabotieren oder Widerstand leisten, sind zu erschießen.«

Kurzbiographie Friedrich Katzmann

[EN] Bruno Albrecht died in 1957 in a hospital in Darmstadt. But Bruno Albrecht was not his real name – his real name was Friedrich Katzmann. From 1941 until summer 1943 he was the SS and police leader in the Galician district and thus the main person responsible for the mass murder of the Galician Jews.
Right at the beginning of his work, Katzmann instructed future SS camp leaders on 16.10.1941. The Jews were the greatest enemy and guilty of the war. He gave the SS commanders the following rules to follow:

„1. Jews who are unfit for work are to be shot,
2. Shoot at escaping camp inmates without calling,
3. recaptured refugees shall be shot and killed,
4. for an escaped prisoner who is not recaptured, every 10th Jew of his work group or 10 hostages of his home town are to be shot,
5. camp inmates who sabotage the work or resist shall be shot.“

short biography Friedrich Katzmann

[PL] W 1957 roku zmarł w szpitalu w Darmstadt Bruno Albrecht. Ale Bruno Albrecht naprawdę nazywał się Friedrich Katzmann. Od 1941 r. do lata 1943 r. był dowódcą SS i Policji w Dystrykcie Galicja, a tym samym główną osobą odpowiedzialną za masowy mord na galicyjskich Żydach.
Już na początku swojej działalnosci , Katzmann instruował 16.10.1941 r. przyszłego szefa SS w obozie pracy przymusowej:

1. Żydów niezdolnych do pracy należy rozstrzelać,
2. Do więźniów podejmujących ucieczkę strzelać bez ostrzeżenia
3. Złapanych uciekinierów należy rozstrzelać
4. Za każdego nie złapanego uciekiniera należy rozstrzelać co dziesiątego Żyda z jego kolumny roboczej lub dziesięciu zakładników z miejscowości, z której pochodzi,
5. Więźniów, którzy pracę sabotują lub stosują opór należy rozstrzelać.”

krótka biografia Friedricha Katzmanna

Photo
[EN] Left to right: Janowska concentration camp commandant Friedrich Warzok, SS-Gruppenfuehrer Fritz Katzmann, Reichsfuehrer SS Heinrich Himmler during official visit
[DE] Von links nach rechts: Friedrich Warzok (Lagerführer des Zwangsarbeitslagers Lemberg-Janowska), SS- und Polizeiführer Galizien (SSPF), Friedrich Katzmann, Reichsführer SS und Polizei, Heinrich Himmler, bei einem Besuch des Lagers Janowska
[PL] Fritz Katzmann pierwszy za Heinrichem Himmlerem (drugi z prawej)

Photos: wikimedia/public domain (IPN/USHMM)

Holocaust und Zwangsarbeit in Galizien

Zwangsarbeit an der Durchgangsstraße IV. Propagandafoto aus dem „Katzmann-Bericht“

[DE] Am 29. August wird diese Ausstellung in Berlin mit einer Vernissage eröffnet. Sie basiert auf der Ausstellung „Eine Geschichte von Vernichtung und Überleben“, die in einem multinationalen Projekt gemeinsam entwickelt wurde mit DBO (Organisation der Überlebenden und Nachkommen aus Drohobycz, Boryslaw und Umgebung). Die Ausstellung im Dokumentationszentrum wurde erweitert, vor allem um Informationstische zur Zwangsarbeit von Juden in Galizien.
Unser besonderer Dank gilt der Leiterin des Dokumentationszentrums, Frau Dr. Christine Glauning, und Roland Borchers, mit dem wir in der Vorbereitung hervorragend zusammenarbeiten konnten.
Die Ausstellung bietet ein interessantes Begleitprogramm und wird bis Ende Januar 2020 in Berlin gezeigt werden.

[EN] On August 29, this exhibition will open in Berlin with a vernissage. It is based on the exhibition „A Story of Destruction and Survival“, which was developed in a multinational project together with DBO (Organisation of Survivors and Descendants from Drohobycz, Boryslaw and Surroundings). The exhibition in the Documentation Centre has been expanded, especially to include information tables on forced labour for Jews in Galicia.
Our special thanks go to the director of the Documentation Centre, Dr. Christine Glauning, and Roland Borchers, with whom we were able to cooperate excellently in the preparation.
The exhibition offers an interesting accompanying programme and will be shown in Berlin until the end of January 2020.

Link zur kommenden Ausstellung

Link zur Ausstellungseröffnung

Flyer Galizien-Eröffnung 29.08.2019

Flyer Galizien-Ausstellung